Schwaben|Exil

Dropbox vs. SugarSync & ZumoDrive

| 5 Kommentare

Online-Speicherdienste erfreuen sich in der letzten Zeit immer größerer Beliebtheit und sprießen mittlerweile fast wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden. War noch vor 1 – 2 Jahren Dienste wie box.net fast alleine auf weiter Flur so tummeln sich in diesem Teil mittlerweile unzählige Anbieter. Die angebotenen Funktionen werden auch immer vielfältiger, ob nützlich oder eher “nice to have” muß jeder für sich selbst entscheiden. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich die drei Vertreter Dropbox, SugarSync und ZumoDrive etwas näher vorstellen.

Einer der bekannteren Anbieter in diesem Bereich ist Dropbox, welchen ich schon seit mindestens einem Jahr für die komfortable Online-Datensicherung (nebenher noch alternativ box.net) sowie zum Datenaustausch zwischen Desktop und Netbook verwende. Nach der Installation von Dropbox findet sich in den “Eigenen Dateien” ein weiterer Ordner, in die Daten ablegt, welche von Dropbox synchronisiert werden sollen. Die Aktualisierung mit dem Online-Speicherplatz erfolgt automatisch (sofern die Software im Tray läuft). Startet man z.B. an einem anderen PC oder Notebook dann die Dropbox mit dem selben Account wird der lokale Ordner automatisch mit dem Online-Ordner abgeglichen, ohne dass man etwas tun muß. Ideal um bestimmte Daten auf allen Rechnern aktuell zu halten. Also sowas wie der Urenkel des “Aktenkoffers” unter Windows 95 (die älteren unter uns werden sich erinnern).

Dropbox Webclient ZumoDrive Webclient SugarSync Webclient
(Webclients von Dropbox, ZumoDrive & SugarSync)

Diese Grundfunktion bietet jeder der drei Kandidaten, sofern der entsprechende Client im Hintergrund läuft. Im Gegensatz zu SugarSync und Dropbox finden sich die abgelegten Daten in einem speziellen Ordner innerhalb der “eigenen Dateien”. ZumoDrive hingegen legt einen Cache-Ordner auf einer frei wählbaren Partition an und bindet diesen als Laufwerk in Windows ein. Nachteil ist, man kann nur die Partition wählen, nicht jedoch den Ordner. Okay, die Größe läßt sich über einen Schieberegler einstellen jedoch immer mindestens 1% der Partitionsgröße. Bei ZumoDrive kann man zusätzlich einstellen, ob Dateien im Onlinespeicher überhaupt lokal zwischengespeichert werden und offline verfügbar sind oder nicht. Sehr komfortabel z.B. für Net-/Notebooks mit geringem freien Speicherplatz.

Meiner Meinung nach ein großer Vorteil von SugarSync und ZumoDrive gegenüber Dropbox ist die Tatsache, dass man auch lokale Ordner mit dem online Speicher verlinken kann. Das hat den Vorteil, dass man die zu synchronisierenden Dateien nicht zwingend in einem speziellen Ordner liegen müssen. Sobald sich eine Datei in einem verlinkten Ordner verändert wird, wird diese aktualisierte Version direkt hochgeladen. Eine sehr praktische Sache wie ich finde und ein Grund, weshlab ich eine der beiden Dienste wohl zusätzlich nutzen werde.

SugarSync Windows Client
(Windows Client von SugarSync)

Als einzigster der drei Kandidaten liefert SugarSync einen grafischen Client mit (im Moment nur englisch), die anderen beiden handhaben das über den normalen Windows Explorer. Während ich bei Dropbox und ZumoDrive auch eigene Ordner beliebig anlegen kann, beschränkt sich das bei SugarSync auf den ” Magic Briefcase” welcher nichts anderes ist als ein lokaler Ordner in “Eigene Dateien”. Durch die grafische Trennung im Client von SugarSync zwischen “Magic Briefcase” und den verlinkten Ordner behält man zwischen diesen beiden Funktionen gut den Überblick. Bei ZumoDrive muß man hier schon etwas genauer hinschauen. SugarSync bietet zudem die Möglichkeit Ordner im “Magic Briefcase” inkl. Passwortschutz mit anderen zu teilen oder Musik darin an einen Webclient oder das iPhone zu streamen und unterstützt die größte Anzahl an mobilen Geräten/Betriebssystemen der drei Dienste.

Ich werde in den nächsten Tagen die beiden Neulinge näher unter die Lupe nehmen und mal sehen, ob einer davon ein Konkurrent oder Ersatz für Dropbox werden wird. Die Verlinkung von beliebigen Ordnern gefällt mir jedoch sehr gut, so dass ich wohl entweder SugarSync oder ZumaDrive parallel nutzen werde.

Am Ende findet ihr die Links zu den jeweiligen Herstellerwebsites, sowie eine kleine Zusammenfassung der (meiner Meinung nach) wichtigsten Features.

Welchen der drei Dienste nutzt und wenn ja wieso? Oder ist es gar ein ganz anderer? Über Kommentare dazu würde ich mich freuen.

Herstellerwebsites:
Dropbox
SugarSync
ZumoDrive

Vergleich der drei Dienste als Download:
Download

5 Kommentare

  1. wir haben gerade zumodrive bei einen auftrag als datentransfer intensiv getestet und sind sehr zufrieden gewessen. hauptvorteil von zumodrive: man kann ein beliebiger ordner problemlos zum sharing via browser aktivieren. bei dropbox muss der empfänger sich anmelden und eine account einrichten, oder die dateien auf der public ordner abholen, was für einmalige datenaustausch oder bei paralell-laufende aufgaben nicht privat genug ist. für uns scheint dropbox effektiv nur für das syncen ganz gut. braucht man flexibles sharing dann weniger… dropbox sagt, diese funktion wird kommen… mal schauen wenn soweit sind.

    noch einen schönen detail von zumo. wenn du das erste mal einen ordner zum sharing freigibst und der link an der kunde schickst, meldet sich zumodrive automatisch per mail sobald der kunde das erste mal der ordner besucht hat. so muss man nicht nachfragen ob der link eingetroffen sei. nützlich als “cuasi” empfangs-bestätigusngsmeldung.

    nachteil bei zumodrive: dateinamen mit umlauten funktionieren leider nicht. die werden zwar gespeichert aber können nicht geholt werden oder werden ignoriert wenn man mehrere dateien gleichzeitig geholt werden. ziemlich gefährlich… im moment ohne lösung.

    sugarsync haben wir ebenfalls getestet aber fanden wir das program zu unlogisch/chaotisch aufgebaut…

  2. Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar :)

    Dass Dropbox nur Inhalte im “Publich”-Order zum Sharing freigeben kann finde ich auch nicht sehr geschickt gelöst. Wenn es ein genereller öffentlicher Ordner wäre auf den eh jeder zugreifen kann okay, aber sharen möchte ich doch jeden Ordner den ich möchte, vor allem ohne dass der andere sich registrieren muß.

    Das mit den Umlauten bei Zumo ist mir gar nicht aufgefallen, könnte aber wirklich problematisch werden. Was mir später noch im Webinterface bei Zumo aufgefallen ist: es lassen sich keine Daten verschieben, wie es z.B. bei Dropbox möglich ist – weder per Kontextmenü noch Drag & Drop. Hier sollte nachgebessert werden. Hatte denen schon Ideen weitergegeben, da ich gefragt wurde :) Werde das noch hinzufügen inkl. Umlauten.

    So unchaotisch finde ich SugarSync gar nicht, außer dass die Darstellung von verlinkten Ordner und Magic Briefcase etwas gewöhnungsbedürftig ist.

    Für welches habt ihr Euch letztlich entschieden?

    Hoffe Du hast den Feed abonniert :-)

  3. Ich nutze Dropbox schon seit einiger Zeit um Dateien zwischen mehreren PC’s, Laptops und USB-Sticks zu synchronisieren und Backups anzulegen. Absolut empfehlenswert – mit Einladungen etc. kann jeder bis zu 10GB !!! kostenlos in seine DB packen. Das ist glaub ich einmalig. Ich bin durch Caschy darauf aufmerksam geworden.

    (EDIT: Link entfernt, Referrer sind nicht erwünscht)

    Gruß Markus

  4. Danke für diese schöne Übersicht der verfügbaren Dienste. Ich selber benutze Sugarsync seit langem und bin damit sehr zufrieden. Vorher hatte ich diverse Cloud Storage Anbieter getestet, die mir alle nicht gefallen hatten, da sie zT sehr unausgereift waren.

    Und wie bereits erwähnt kann man bei Dropbox ja auch nur einen Ordner synchronisieren, während man dies bei Sugarsync frei wählen kann.

    (EDIT: Link entfernt, Referrer sind nicht erwünscht)

  5. I’ve been using SugarSync for about a year now and I’m really satisfied. Very little system load compared to other similar products I’ve tried and has never once crashed.

    If you sign up via my referral link below we both get an extra 500 MB if you sign up for a free account or 10 GB if you sign up for a 30 GB account or larger:

    [Link removed: no referral spam]

    Pros:
    Many features, very stable, easy on system resources

    Cons:
    Sometimes if you choose manually to move the files to all synchronizing computers (instead of just moving them to the shared folder of ONE computer and then letting SugarSync sync the others via the internet) Sugarsync creates duplicates even though we’re dealing with completely identical files (same checksums). Sugarsync renames the duplicates according to where they we’re found again so you’ll get to versions of the same file (but with different names) on your computers.
    Sometimes you can circumvent this by pressing CTRL-SHIFT-R thereby ordering SugarSync to do a clean restart. But how it really works I don’t know….

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